WiiVorsicht, dieser Artikel könnte etwas nerdig sein, handelt er schließlich auch am Rande vom 24C3, dem 24. »Chaos Communication Congress.« Vielleicht schaffe ich es irgendwann einmal, diese großartige Veranstaltung zu besuchen, bis dahin müssen wohl die Videos auf YouTube als Ersatz dienen.

Wie man vielleicht an der Überschrift erkennen kann, möchte ich ein paar Sätze zu Nintendos Wii loswerden. Diese Konsole erkennt beim Einlegen, ob es sich um eine Gamecube-DVD handelt und deaktiviert in diesem Fall komplett die restlichen Komponenten der Wii. Das war der Nintendo-Szene natürlich ein Dorn im Auge, war der Gamecube ja schon längst geknackt (das obligatorische Linux-Betriebsystem fehlt natürlich nicht) und im Gamecube-Modus die tolle Fernbedienung nicht zu gebrauchen.

Beim eben erwähnten 24C3 letztes Jahr präsentierten dann Hacker eine Wii, bei der ein auf dieser Konsole laufendes Programm Werte der Wiimote auslesen konnte. Das heißt im Klartext: Die Hardware der Wii war nicht deaktiviert – das Sicherheitskonzept quasi ausgehebelt und viele tolle Ideen begannen in den Köpfen der Programmierer zu wachsen.

Ein Ziel war es bis jetzt gewesen, Daten auf den DVDs zu manipulieren und diese dann der Wii als gültige Disc unterschieben zu können. Damit würde es zum Beispiel zensurgeplagten Spielern wie mir endlich möglich sein, Importspiele wie »No More Heroes«, welche nur in einer geschnittenen Fassung in Europa erhältlich sind, auf meiner europäischen Wii zu spielen. Das lächerliche Konzept der 3 Regionen – Amerika, Europa, Japan – hatte hier einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dabei hätte man ja nur ein paar Bytes auf der CD ändern müssen, um die Version spielbar zu machen. Das verhinderte aber Nintendos Sicherheitskonzept vollständig.

Glücklicherweise ist zwar das Konzept gut, die Implementierung aber armselig - wie dieser Beitrag hier viel besser vermittelt, als ich das könnte.
In anderen Worten: Wie sicher wäre ein zehnstelliger Pincode beim Geldautomaten, wenn das Gerät auch zehn Nullen als gültig akzeptieren würde?

In der Zwischenzeit hat Nintendo natürlich versucht, diesen enormen Fehler zu beseitigen. Wie erfolgreich und ob dauerhaft, wird wohl die Zukunft zeigen – solange die Hacker Spaß haben, kann ich wohl zuversichtlich sein.

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